Samstag
Am Samstag wollte ich eigentlich gar nicht so lange schlafen, um beim Frühstück mal ein Ei zu ergattern. Um kurz vor zehn gibts nämlich keine mehr. Irgendwie war die Nacht aber sehr unruhig, weil gegen ein Uhr noch neue Leute in den Schlafsaal eingezogen sind. Exakt diese Leute sind dann pünktlich um halb sieben auch wieder verschwunden. Natürlich mit dem nötigen Radau. Zwischen acht und neun war es dann halbwegs ruhig, so dass ich da dann noch geschlafen habe. Egal. War ja Samstag. Allerdings stand mir ja heute noch der Umzug ins Hotel bevor, da mir im Hostel 200 spanische Pilger das Bett streitig machen. Ich musste also mein gesamtes Hab und Gut verstauen und erstmal im Storage Room zwischenlagern, da ich hier bis 12h auschecken musste, im Hotel aber erst um 15h einchecken konnte. Die Zwischenzeit verbrachte ich mit Bummeln in der Stadt. Begleitet wurde ich dabei von einer jungen Frau aus dem Allgäu, die ich im Hostel kennen gelernt habe. Ihr Name will mir aber partout nicht einfallen. Irgendwas mit B.
Zusätzlich wollten wir einen Blick auf die Olavsfestdagene werfen, wegen denen die Pilger hier einfallen. War aber recht unspektakulär und wenn man nicht gerade der Messe beiwohnen wollte, gabs es nicht wirklich viel zu sehen.
Um 15h bin ich dann zurück zum Hostel, habe meine 23 Koffer geschnappt und habe mich auf den 1,2 km langen Weg gemacht. Ich hab gefühlt Stunden gebraucht und musste am Ende alle 20m eine Pause einlegen, weil ich meinen Koffer einfach nicht mehr ziehen konnte. Ich war fix und fertig, als ich das Hotel endlich erreicht hatte. Völlig erledigt bin ich erstmal auf mein Bett im einfachen, aber völlig ausreichenden, Doppelzimmer gefallen. Da Tim ja erst morgen kommen würde, hatte ich umso mehr Platz und habe glaube ich auch erstmal ein ziemliches Chaos verbreitet. :) Dann habe ich eine ausgiebige Dusche genossen und wollte mir dann die Haare föhnen. Kaum hatte ich den Föhn jedoch in die Steckdose gesteckt, fing er an zu glühen und zu qualmen. Tja... Damit ist das Kapitel föhnen dann wohl erstmal abgeschlossen. Haare so trocknen lassen ist eh Bio ^^ (Anm. d. Red: Ich empfehle das Buch: Nackt schlafen ist Bio von Vanessa Farquharson). Der Rest des Abends war recht unspektakulär. Skypen, surfen und dann trotz Regen nochmal in den Supermarkt. Und wenn ich schonmal draußen war, bin ich auch direkt noch ein bisschen planlos durch die Gegend gelaufen.
Sonntag
Die Nacht war nicht so gut wie gehofft, da das Hotel mega hellhörig ist und auch hier unzählige Pilger weilen. Ich war also ab sieben Uhr immer mal wieder wach. Bin dann trotzdem relativ spät zum Frühstück gegangen, welches wirklich richtig gut war. Hier gabs auch mein lang ersehntes Ei :)
Den Tag habe ich mal wieder mit herumstreunen verbracht. Da mir in den ersten Tagen so die Füße wehtaten in den Chucks, bin ich auf Wanderschuhe umgestiegen. Hab ich euch die eigentlich schon gezeigt?
Ich bin zur nahegelegenen Kristiansten festning gelaufen und hatte einen wunderschönen Blick über Trondheim, den ich euch nicht vorenthalten will:
| Das ist die Festung. |
| Na, das Unigebäude wiedererkannt? |
Danach bin ich zum Hafen gelaufen. Hier von gibts jetzt auch nur schnell ein paar Bilder. Es ist schon mega spät geworden und ich muss dringend schlafen. Vom Sprachkurs erzähle ich dann lieber morgen:
| Das ist ein Strandbad. |
Und dann noch ein paar Bilder von abends, jetzt wieder mit Tim, nochmal an der Kristiansten Festning:
Sorry, dass das jetzt so knapp geworden ist. Aber ich erzähle euch in den nächsten Tagen mehr. Es ist echt spät und um 7Uhr klingelt der Wecker. Ich hoffe, die Fotos entschädigen ein wenig!
Ganz liebe Grüße!
Annika
EDIT (31.07.2012):
Ich muss dann doch noch ein bisschen was schreiben zu den Fotos von Sonntag. Zunächst einmal zu den Fotos von Sonntag Nachmittag. Mein Streifzug führte mich diesmal zu Hafen. Jedenfalls grob. Bei der Gelegenheit wollte ich mir auch mal direkt den Hauptbahnhof angucken. Der ist allerdings wirklich unspektakulär. Aber vielleicht werden wir von hier ja noch den ein oder anderen Trip starten. Vom Hauptbahnhof bin ich dann weiter zum Pirbadet gelaufen, wie der Name sagt, einem Hallenbad am Pier. Das sah von außen und von dem was man von drinnen sehen konnte, wirklich gut aus. Kostet aber auch 105kr für einen Tag für Studenten. Ist also durchaus mal drin, aber nicht in der ersten Woche. Könnt ihr euch ja mal anschauen:
http://pirbadet.no/.
Danach bin ich selbst den besagt Pier entlang gelaufen. Von dort aus konnte man die kleine Insel sehen, die ihr auf dem ersten Foto findet. Dieses Fleckchen Erde nennt sich Munkholmen und ist ein beliebtes Ausflugsziel zum Sonnenbaden und Schwimmen. Mehrmals täglich fährt bis Anfang September eine Fähre dorthin. Sollte der Sommer hier also doch noch mal vorbeikommen, dann steht das ganz oben auf meiner Liste.
Weiter am Pier entlang befand sich dann dieses "Strandbad", dass aus diesem hölzernen Sprungturm besteht und einer Leiter, die in den Fjord führt. Liegen kann man oben auf so Holzterassen. Auch hierfür habe ich mal nen Link, damit ihr euch das mal angucken könnt: http://www.sjobadet.no/ .Ob ich da wirklich hin will, weiß ich noch nicht. Ist allerdings auch nicht so teuer. Warum wohl... Die Bänke mit dem Grillplatz sind direkt neben dem Bad. Hier kann man sitzen und die Fähre nach Munkholmen beobachten.
Die anderen Fotos sind abends entstanden, wo wir einfach von einem tollen Licht profitiert haben. Sogar einen Regenbogen mit Spiegelbogen gabs zu sehen, obwohl es nicht geregnet hat. Das Wetter fasziniert mich hier aber eh. Der Tag war nicht der erste, an dem es morgens sehr schlecht aussah, was das Wetter angeht und zum Abend hin wurde es immer schöner.
So, das reicht jetzt aber als Ergänzung. Jetzt bin ich aber auch zufrieden. :)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen