Hallo ihr Lieben!
So ein bisschen geht uns hier die Zeit aus für all die Dinge, die wir doch noch ach so gerne tun wollen und die sich bestimmt und unbedingt lohnen würden. Aus diesem Grund hat sich diese Woche der Klausurenstress (JAAAAAAAAAAAAA- endlich fertig!) in Freizeitstress verwandelt. Kaum war der letzte Satz auf das Klausurblatt geschrieben, packten wir also unsere sieben Sachen in unsere Rucksäcke und fuhren nach Røros. Wo das ist und was wir da wollten? Wussten wir auch nicht so genau. Wo es ist, ließ sich aber leicht raus finden. Røros liegt ca. 150km süd-östlich von Trondheim nahe der schwedischen Grenze und von Trondheim aus fährt ein Bus dorthin. Was wir da wollten, mussten wir erst noch rausfinden, aber mehrere Norweger hatten von der 5600 Einwohner Stadt, die übrigens die kälteste in ganz Norwegen ist, geschwärmt und uns einen Besuch dort ans Herz gelegt.
Früh morgens stiegen wir also in den Bus und gut 3 Stunden später waren wir da. Und ja, es war wirklich kalt. Sehr kalt. Angesagt waren -20°C, die wir wohl nicht ganz erreichten, aber es reichte auch so. :)
Nach der Ankunft brachten wir erstmal unser Gepäck ins Hotel, in dem wir uns aus Kostengründen zu fünft ein 4-Bettzimmer mit Schlafcouch teilten. Dann zogen wir so ungefähr jedes Kleidungsstück an, das wir in unseren Taschen fanden und stiefelten durch den Schnee los in die Stadt.
Natürlich hatten wir uns inzwischen längst informiert und wussten, dass Norwegens einzige Bergbaustadt aufgrund der wundervollen, farbenfrohen und alten Holzhäuser auf der UNESCO Weltkulturerbeliste (Verdensarvliste) steht und das zu Recht, wie wir nach kurzer Zeit festellen konnten.
Im Stadtkern von Røros gibt es zwei parallel verlaufende Straßen, die den Berg hinaufführen. Diese beiden Straßen sind von den oben erwähnten Holzhäusern gesäumt und wirklich wunderschön. In den Häusern befinden sich neben Wohnungen Geschäfte, Cafés, Restaurants und Gallerien. An vielen Stellen kann man in kleine Hinterhöfe hineingehen und Kunsthandwerk bestaunen oder einfach die Hinterhöfe selbst.
Oben auf dem Berg thront die Kirche von Røros. Ein imposantes Bauwerk und gefühlt das einzige aus Stein weit und breit. Von der Kirche aus, die wir leider nicht von innen bestaunen konnten, da wir irgendwie außerhalb der Hauptsaison hier waren, erreicht man die ehemalige Smelthytta und Reste von Grubenanlagen, die heute als Museum dienen.
So schnell, wie ich euch hier Røros beschrieben habe, ist man im Grunde auch durch gelaufen, aber es lohnt sich wirklich. Und man muss sich die Zeit nehmen, alles genau anzuschauen und die liebevoll dekorierten Geschäfte zu besuchen. Bei fünf Stunden Tageslicht und -15°C Außentemperatur ist die Zeit, die man draußen verbringen möchte eh ziemlich begrenzt. Ich zeig euch, wie immer, ein paar Fotos, damit ihr euch das ganze besser vorstellen könnt:
Schön, oder? Immer wenn es uns zu kalt wurde, sind wir nach drinnen geflüchtet und haben einen Kaffee getrunken und später dann auch was gegessen. Den Abend haben wir gemütlich mit Filmen, Bier und Chips auf dem Zimmer verbracht. Am nächsten Morgen gab es dann Frühstück im Hotel und danach sind wir gegen Mittag entspannt nochmal in die Stadt aufgebrochen, wo wir ein paar schöne Weihnachtsgeschenke erstanden, auf Grund des tollen Wetters noch einige tolle Fotos machen konnten und uns zum Schluss noch das Rørosmuseum in der alten Schmelzhütte anschauten.
Danach ging es mit dem Bus zurück nach Trondheim. Was ein schöner Ausflug.
Und da es morgen zu unserem wirklich allerletzten Ausflug, einer letzten Hüttentour, geht, muss ich jetzt mal schnell schlafen, sonst gibt das nichts. Man muss hier wirklich früh auftsehen, wenn man bei Tageslicht irgendwo ankommen will...Sonnenuntergang Morgen: 14.31h.
Gute Nacht!
Annika
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